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Das Verurteilen der Emotionen – Pseudoakademisches Trendsetting

Meine Wut über die Anschläge kürzlich in Berlin lässt mich schwer die ersten Worte finden, und doch landen wir gerade deshalb genau da, wo ich hin möchte. Man überlegt „Was kannst du schreiben, wie kannst du es sagen?“ und ich merke schon hier, dass ich Gefangener der „Emotionstrendsetter“  ganz im Sinne eines Vulkaniers zu werden drohe.

Noch im Juli schrieb ich über den Anschlag in Nizza, bzw. über die Reaktionen danach. Wenn man sich den Artikel von vor fast einem halben Jahr heranzieht und einfach nur den Namen der Stadt und die Namen diverser Akteure ändert, so hat der Inhalt die gleiche Gültigkeit wie seinerzeit. Ein exemplarischer Beweis dafür, dass Verantwortliche der Länder, unseres Landes, resistenter als der schlimmste Schnupfenvirus scheinen.

„Meinen Hass bekommt ihr nicht“ – doch nur was man kommen lässt, geht auch wieder

Wer hat da jetzt reininterpretiert, dass damit nun alle Menschen den Hass bekommen ?
Natürlich richtet sich das gegen den Attentäter, gegen die Unterstützer, gegen Fanatismus. Aller Couleur.

Hass ist nicht mehr als die höchste Form der Abneigung einem Peiniger gegenüber und letzten Endes geht es darum, wie weit wir in der Lage sind mit unserem Hass umzugehen. Was kommt, das geht auch wieder, und der emotional intelligente Mensch hat es auch in der Hand, negative Gefühle wieder ziehen zu lassen.
Menschen die jetzt meinen, dass die, die hassen eben das nicht sind, emotional intelligent, denen sei gesagt, dass sie in der Argumentation genau dem erliegen was sie beklagen. Hass gegenüber jedem, der nicht genauso fühlt und denkt.

Wir sind emotionale Wesen – der eine mehr, der andere weniger.

Wir sind traurig, wenn Bambis Mutter erschossen wird.

Ängstlich schauen wir durch einen Spalt der Finger einer Hand, wenn in einem Gruselfilm die schnelle Abfolge von Geigengefiedel einen nächsten Schockmoment einleitet.

Wütend reagieren wir, wenn die Kinder verprügelt nachhause kommen (hier braucht es schon viel weniger – die „ungerechte“ Lehrerin reicht oft schon) .

Aber wenn ein Antimensch, so ein Mistsack wie der Attentäter (zuerst kamen mir unsägliche Beschreibungen in den Sinn, wie: gestört, impotent, kleineirig)  12 Menschen tot fährt, dann müssen wir uns zusammenreißen ?
Wir dürfen traurig sein, das geht noch, aber eigentlich sollen wir vernünftig sein ?
Das ist keine angepasste und auch keine angemessene Reaktion.

Ist euch noch zu helfen ?
Natürlich bekommt dieser nachgemachte Mensch meine ganze Wut.

Liebe Entsetzte, liebe Herzchenmaler. Wut bringt unsere Leidenschaft für Gerechtigkeit und Wahrheit zum Ausdruck, Wut ist keine Aggression. Es ist nicht immer angebracht, Wut auszudrücken, aber es ist niemals richtig, Wut zu unterdrücken.

„Die meisten von uns verwechseln Wut mit Aggression, das ist schon mal das Erste. Aber Wut, in ihrer reinen Form, ist eine verletzliche Emotion. Sie ist eine Art zu zeigen, dass einem etwas wichtig ist und dies energetisch zu betonen. Das ist keine Scham und keine Beschuldigung, nur Feuer. Es ist eine Energie, die eine Beziehung vertieft, wenn sie gut aufgenommen wird. Aggression sieht in manchen Fällen ähnlich aus wie Wut.“ – Robert August Masters 

Der amerikanische Therapeut Robert August Masters redet von einer „achtsam gehaltenen Wut“ – die bewusst wahrgenommene Wut, einem durchaus konstruktiveren Gefühl als das der lähmenden Angst, was einem Ersaufen gleichkommt.
Wir lernen was uns wirklich verletzt hat und wir lernen die Verletzung zu verarbeiten.

Nochmal:
Liebe Entsetzte, liebe Herzchenmaler.
Trauert und fühlt, wie ihr es für richtig haltet.
Erzählt nicht, euer Schweigen und Innehalten sei die einzig zivilisierte Form.
Lasst ab von eurer Überheblichkeit, die einzige Lösung zu kennen.
Wieder einmal zu wissen, was das Beste für die Menschen ist, für die Menschen Europas – wie sie zu fühlen haben, was sie zu denken haben, wie sie sich auszudrücken haben. Das ähnelt erschreckend mehr der dunklen deutschen Vergangenheit, als uns allen lieb ist.

Ein Wort zum Schluss:

Wenn ich Opfer einer Gewalttat werde, dann bitte klagt für mich, sagt es laut, wie ungerecht es ist. Sagt das nicht nur für mich, macht das für meine Angehörigen. Lernt daraus. Sagt, das man aus dem Verlust was lernen wird. Zeigt ihnen, dass es hier nicht darum geht, die 91-jährige Tante zu betrauern, die nach einem langen und erfüllten Leben von uns ging – nein redet laut über das aus dem Moment gerissene Leben.

Habt so viel Pietät und erstarrt nicht im „Nichtstun“

 

 

 

 

 

Wenn ich ihre Meinung hören möchte, so sage ich ihnen welche…

Ein Glück wissen die richtigen Leute, was heute normal ist, wissen genau, wenn die Welt aus den Fugen gerät, können uns sagen, was geschmacklos ist und was halt zur normalen Entwicklung unserer Zeit gehört, was am besten für die Gesellschaft ist, für das Land und Europa.

So sehen sich unsere politischen „Eliten“ in Deutschland und werden oft beklatscht. Von „liberalen“, von selbstkompostierbaren Kohle- und Atomaussteigern begeistert empfangen und verteidigt und doch erinnert mich diese eher wenig bescheidene Selbsteinschätzung des Establishment an den Geschichtsunterricht mit der recht großzügigen Überschrift „Von der Demokratie zum 2. Weltkrieg“.

Zurückblickend auf die Finanzkrise in der nahen Vergangenheit bis hin zur gegenwärtigen Flüchtlingskrise weiß zum Glück der politisch engagierte und arbeitende deutsche Akademiker bescheid. Er weiß genau, was für den Kontinent und die Menschen weltweit am besten ist und erzürnt sich zurecht über Wahlausgänge, die doch ganz anders prognostiziert wurden. Systeme, die bei eigenem Vorankommen höchst berechtigt sind, müssen bei Niederlagen in Frage gestellt werden, denn das System kann nicht stimmen.
Wenn es korrekt gewesen wäre, dann hätte das Ergebnis ihren Vorstellungen entsprochen. Also versucht man das System zu untergraben, was mich auch wieder an Zeiten der Kanzlerwahl unter Hindenburg erinnert.

Während Sven-Torben, von seiner Mutter ermutigt, zum Tuschkasten greift und die Bundesländer Mecklenburg Vorpommern, Sachsen und Bayern im kindgerechten Atlas mit dem Naturhaarpinsel braun übermalt, regt man sich bei Bachblüten und Tee, eingewickelt in einem Schaal aus gewaltfreier Seide darüber auf, welch Unglück vom Ausgang der US-Wahlen ausgeht.

Trump wird uns Katastrophen bringen, heißt es, und doch versuche ich die Kriege zu zählen, die uns die „gemäßigten Politiker“ und Präsidenten der USA in den letzten 50 Jahren eingebracht haben – bitte vergessen wir die Stellvertreterkriege nicht, in denen keine direkte Beteiligung das US Militär nicht kämpfte.

Mag ich Trump? Keine Ahnung – aber mochte ich Bush – vorher und nachher nicht. Obama? Was hat er geändert?  Versteht einer den Konflikt in Syrien? Für mich wirkt das wie eine große Arena, in der sich alle Hooligans dieser Welt treffen, um sich gegenseitig die Jacke in Brand zu setzen.

Aber dennoch wissen erst recht deutsche Politiker bescheid. In ihrem großartigen Ratschluss wissen sie, dass das nicht normal ist, dass das nur Protest ist. Was? Der Brexit, die AFD und der Trump. Wir müssen die Ängste ernst nehmen, wir müssen den Leuten zuhören. Dennoch versucht die Politik ein versöhnliches Gespräch immer wieder mit einem repräsentativen „Pass mal auf“ zu beginnen, obgleich eigentlich jeder Achtklässler weiß, dass ergebnisorientierte Rhetorik so nicht funktioniert. Regelmäßig sehe und höre ich jedoch schnappatmend von hochgebildeten Politikern wie Claudia Roth und vielen anderen „Packsagern“ derart Eskalationsgebrüll.

Gesiegt hat er, der Trump, sagt man, weil er ein Ohr für „the forgotten one“ hat – und prompt hört man die Analyse im deutschen Fernsehen, was das denn für einer ist, „the forgotten one“ und klopfe mir gleichzeitig mit zwei Fingern an meine Carotis externa, um meinen Blutdruck rein homöopathisch in den Griff zu bekommen. Es ist der Mittelstand, der die USA groß gemacht hat. Der Mittelstand, der jetzt mittellos ist, raunt es über den Bildschirm und doch trotz meiner fehlenden akademischen Ausbildung glaube ich in meiner infantilen Naivität was ganz anderes: „the forgotten one“ ist der, der sich „forgotten“ fühlt, und gewonnen hat der Trump, weil ihr so einen Bullshit erzählt.

Frech dreist, frauenverachtend, rassistisch soll er sein der Trump. Doch der gemeine Amerikaner scheint zu glauben, dass es nicht das ist, was man als Trumps Alleinstellungsmerkmal bezeichnen kann. Der Amerikaner glaubt vielleicht, dass die Anderen genauso sind, doch halt viel verlogener.
Das trumpsche Phänomen liegt evntl. darin,  es für sich „einzuräumen“. Das wirkt erfrischend.

Nochmal? Wie viele Kriege haben uns die gelernten Berufspolitiker beschert?

Eine metakognitive Ordnung des eigenen Wertesystems würde unseren Anführern gut tun. Von Führungspersonal aller Bereiche erwartet man eine, wenn auch minimale, Grundbildung in Arbeitspsychologie und Kompetenz im Umgang mit Menschen, speziell auch Untergebenen. Woher haben unsere Politiker diese Kompetenz? Das eine Petra Hinz das nicht hatte erklärt sich aus dem Umstand, dass sie eh nicht studierte aber ich denke auch ein Jurist oder Physiker wird eher nur ein mittelmäßiger Jurist oder Physiker als ein guter Menschenversteher sein.

Und dennoch könnte man schon bei ein ganz wenig Interesse was über z.B. Ängste von Menschen lernen. Speziell, was aktuelle Ängste durch Arbeitslosgkeit, Kriminalität, Krankheit und Zuwanderung etc. angeht, ist das nicht wirklich kompliziert und ist daher für mich noch viel mehr Ausdruck mangelnden Interesses.
Angst ist die Emotion des Werteverlusts.
Jemandem der Angst hat zu sagen, er brauche keine haben, symbolisiert vielmehr ein beschränktes Verständnis von Angst und Psychologie, als ein ernsthaftes verstehen wollen der Ursache. Stets auf Ängste reagieren zu müssen gleicht eher dem Hinterherlaufen der Ursache. Ignoriert werden die entstehenden Faktoren. Es wird zu spät erklärt und viel zu spät reagiert, und Kämpfer für die Demokratie bedienen sich jener antidemokratischen, diskrimienirenden Methoden derer, die sie vorgeben zu bekämpfen -aber hey, es ist ja für ne gerechte Sache – mal schauen, wann man dann mal wieder Folter zur Verbrechensbekämpfung in Betracht zieht.

Die Menschen fressen den Brexit, den Trump und und und – aber den Mist gekocht, liebes Establishment, das habt ihr. Denn um irgendwas braun zu färben, dafür muss man mit rot mischen.

 

Erntshaft, da wollte ich mich raushalten !

….. aber es hat mich dann doch gepackt, wie den kleinen Jungen, der von der Ferne schon das Riesrad sehen kann.

Die #ALSICEBUCKETCHALLANGE grasiert diesen Spätsommer und entzückt ganze Lager von Sozialpsychologen und aber auch Werbestrategen mit roten, unter Tränen stehenden Augen auf der Suche nach dem WIE und WARUM.

Der Ursprung ist für mich einfach erklärt. Im Stile eines Red Nose Day wird versucht eine Gemeinsamkeit herzustellen – nur hier ist es nicht die Rote Nase, die uns miteinander verbinden soll ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Der Durchbuch hier ist sicher dem Clip von Charlie Sheen zu verdanken – es ist doch  irre, dass letzten endes auch mein Kollege durch Charlie Sheen nominiert wurde – der ist jetzt im Grunde berühmt….

ALS gilt sicher als eine schlimme Kranheit, die  veröffentlichten Zahlen nach in den USA ca 1-2 Menschen von 100.000 betrifft. Die Krankheit ereilt den Betreffenden in der Regel zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr (mehr hierzu unter www.dgm.org ) –

Viele Meinungen zu Videos oder der Aktion ansich kreisen mittlerweile durch das Netzwerk, auf der Suche nach dem Sinn oder Unsinn. Da gibt es Leute die sind generell dafür, das sie dagegen sind, anderen ist das eher egal, einzelne hinterfragen auch geschickt das „Dahinter“ (www.buggisch.wordpress.com).

Das Problem bei einer seltenen Krankheit ist und bleibt ein Unternehmen zu motivieren, Geld in die Forschung zu stecken – mit der Gewissheit, dass ein eventuell entwickeltes Medikament niemals die Entwicklungskosten einspielen kann.
In dem Film „Lorenzos Öl“ von 1992 wird über eine Familie erzählt, deren Junge an ALD erkrankt (Adrenoleukodystrophie ) – diese Krankheit steht der ALS an Fiesheit in nichts nach. Auch hier war und ist das größte Problem Gelder für die Forschung zur Linderung oder gar Heilung aufzutreiben. Der Versuch potentielle Sponsoren/Investoren zu überzeugen wurde mit einem Zitat aus diesem Film beantwortet, das mir den Schauer über den Rücken laufen lief :“Es ersticken im Jahr mehr Kinder an einer Pommes Frites als Kinder an ALD sterben“ . Dieser Satz hat es , wenn auch mit dem Feingefühl eines Fleischerbeils, auf den Punkt gebracht.

Ich bin bekennender „Weihnachtsspender“ – nicht weil Weihnachten ist, nein weil Jahresende ist – da ist dann halt auch zufällig Weihnachten. Ich schau mir mein Jahr rückblickend an und ermesse dann für mich für wen ich was wieviel spenden will und kann. Das ist durchaus ein Prozess, der über mehrere Tage geht. Die Wahl des richtigen Empfängers stellt mich immer vor die größte Aufgabe – Ich prüfe das für mich jedes Jahr neu ab – vielleicht weil man sich auch selber und seine Wahrnehmung verändert. Warum spende ich : wenn ich jemanden trösten kann, mache ich das, wenn ich jemandem aufhelfen kann, mache ich das, wenn ich jemandem beraten kann, mache ich das, und wenn ich die Mittel hab, spende ich was.

Die Organisation ist schon wichtig :
Zu jedem „Thema“ findet man verschiedenste Organisationen, die zum Spenden aufrufen, informieren etc.
Interessant dabei sind oft die Vergleiche der Organisationsinterna – hier geht es natürlich in erster Linie darum, wohin das Geld geht, was damit gemacht wird – erst recht, wenn man sich als Non Profit Organisation beschreibt. Im Falle der ALS Association fallen schon ein wenig die „Gehälter“ auf. Die Vorstandsvorsitzende und der Leiter der Finanzabteilung gönnen sich zusammen üppige 400.000 EUR im Jahr. – Bei einem Spendeneingang 2013 von ca 2 Mio Euro  doch satte 20 % – sicher hat die ALS Ass. noch andere Einnahmequellen – 26 Mio Dollar wurde 2013 gesamt ausgegeben – 28 % davon für die Forschung.
Jeder verdient gerne viel Geld – das ist völlig OK – da muss niemand Mißgünstig sein – jedoch liegt das Gehalt deutlich über dem, was in Deutschland für eine vergleichbare Position bezahlt wird.(Quelle: www.stern.de)

Ist Spenden uneigennützig ?
In erster Linie schon – obgleich man ja in gewisse Richtungen unterstützt und darunter sind keine Einrichtungen zu denen man keine emotionale Verbindung hat.
In zweiter Reihe spende ich auch, weil es mir damit besser geht – das ist nun wirklich nicht uneigennützing – da gibt es auch nichts zu heucheln – und ich denke, dass dies eine große Motivation vieler Spender ist – vielleicht die vermeindliche Schuld des Überlebenden

Ob diese „Challange“ das richtige ist um Spenden zu sammeln ? die Organisatoren würden das in jedem Fall mit „Ja“ beantwoten. Noch 2013 kamen ca 2 Mio. Euro Spenden in den Topf – jetzt sind es bereits ca 71 Mio. Euro – für die Organisation ein riesen Erfolg. (Quelle: www.stern.de)

Die Meisten die diese Aktion ablehnen begründen das mit unterschiedlichsten Argumenten, die mich manchmal schmunzel, mir aber auch einstweilen die Adern in den Augen platzen lassen.

Richtig ist (im grünen Bereich) : es gibt sicher auch andere Organisationen die Geld benötigen – kein Problem, andere haben es vorgemacht und Spenden anderen Éinrichtungen.

Ausrede ist (hier wirds schon gelb) : das ist Wasserverschwendung – ohne darüber nachzudenken, dass man – sorry für die jetzt härteren Worte – ca 3 x am Tag seine eigene Pisse mit einem Vielfachen der empfohlenen Tagesdosis Trinkwasser in die Katakomben schickt.

Vulgär ist (Rot – ganz sicher Rot) : Teilnehmer, die eine riesen Inszenierung draus machen – für sich, für ihre eigene Person – rein betriebswirtschaftlich – das ist für mich wie einem Toten die Stiefel zu klauen –

Ich bin kein Fan der Challange so wie sie sich entwickelt hat.
Frühzeitig keimte in mir das Gefühl einem Kettenbrief oder Pyramidenspiel zu begegnen.
Mit Abscheu muss ich mir schon Facebook Masseges wie : „wenn du deine Kinder liebst. dann schicke diese Nachricht an 10 Freunde.“ und ähnlichen Scheißdreck lesen. Vielleicht bin ich ja auch den Menschen gegenüber, die sowas an mich senden zu schroff eingestellt – vielleicht sind sie selber Opfer einer gewissen Angst „was passiert, wenn ich das nicht mache“ – Auch hierzu ein schöner Artikel von www.buggisch.wordpress.com von der Korrelation zu Kausalität.
Sich nicht mehr unbedingt einen Eimer über den Kopf halten zu müssen, das hat unterdessen Schule gemacht und scheint erlaubt – kann man also weglassen. Aber was ist, wenn man nicht spenden will ? Hatten wir meines Wissens noch nicht oder wenn ja nur mit großer umfangreicher Rechtfertigung.

Und genau dieser Punkt stört mich und hat was anprangerndes gerade wenn man sich mal der Reichweite des Social Networks so richtig bewusst wird.
Als kleiner Bengel hab ich in der Kirche schon mal auch den U-Bahn Fahrschein (den abgelaufenen natürlich) in den Klingelbeutel geschmissen – nur damit mein Kirchenbanknachbar nicht denkt ich sei zu geizig – ich hatte halt nichts. Und schon da fühlte man sich beobachtet und vielleicht auch unter Druck – offensichtlich.
Alles war noch gut, solange es unter Promis betrieben wurde – da wurde auch noch tatsächlich über ALS aufgeklärt – als die „Kettenbriefe anfingen“ war ich raus.

Zusammengefasst – DIe #ALSICEBUCKETCHALLANGE ist da – war und ist sehr erfolgreich – den Betroffenen gönne ich aus tiefsten Herzen den Erfolg – nicht nur für die erlangte Aufmerksamkeit – obgleich man da immer schauen muss, ob der Betroffene überhaupt Aufmerksamkeit möchte, viele machen da Mitleid draus – sondern auch die Hoffnung schneller zu Ergebnissen zu kommen.